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Verbandsmitteilungen

Forderungsempfehlung der IG Metall Mitte

VMET-Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Kreft zur heutigen Forderungsempfehlung der IG Metall Mitte: „In dieser Tarifrunde brauchen wir von Beginn an Augenmaß“

„Große Bereiche der Metall- und Elektroindustrie befinden sich in einer Strukturkrise. In dieser Einschätzung besteht kein grundsätzlicher Dissens zwischen IG Metall und uns“, sagte VMET-Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Kreft. Der M+E-Standort Deutschland stehe im internationalen Wettbewerb und habe zu hohe Energiepreise, zu hohe Steuern, zu viel Bürokratie und zu hohe Arbeitskosten. Bei den ersten drei Themen warten beide Tarifvertragsparteien dringend auf die notwendigen Entlastungen durch den Staat sowohl für Arbeitnehmer und Unternehmer. Die Gestaltung der Arbeitskosten liege in unmittelbarer und gemeinsamer Verantwortung beider Flächentarifvertragsparteien. Dr. Kreft: „Daher brauchen wir in dieser Tarifrunde von Beginn an Augenmaß, um angesichts der für breite Teile der M+E-Industrie herrschenden Strukturkrise am Ende der Verhandlungen dann eine Kompromisslösung zu präsentieren, die sowohl für die Mitglieder der IG Metall als auch unsere Mitglieder Akzeptanz findet“.

Zur Wahrheit gehöre, so Dr. Kreft weiter, dass die tariflichen M+E-Vergütungen im Vergleich mit anderen Branchen einen Spitzenplatz belegen. „Uns ist bewusst, dass die in Thüringen am 12. Oktober startenden Verhandlungen mit der IG Metall nicht einfach werden. Mit der gewerkschaftlichen Hauptforderung von 5 Prozent Tabellenerhöhung auf eine Laufzeit von 12 Monaten werden aber zu hohe Erwartungen bei den Beschäftigten geweckt. Auch deswegen, weil es im April dieses Jahres bereits eine Erhöhung von 3,1 % gegeben hat.“

In der jetzt beginnenden Tarifrunde gehe es darum, auch durch wettbewerbsfähige tarifliche Arbeitskosten die industrielle Struktur und die damit verbundenen Arbeitsplätze in Deutschland und Thüringen halten zu können. Der VMET stehe der IG Metall für das notwendige Ringen um tragfähige flächentarifvertragliche Lösungen zur Verfügung, wofür aber auch die Breite der Mitgliedschaft der M+E-Betriebe argumentativ mitgenommen werden müsse, so Dr. Kreft abschließend.

Die erste Tarifverhandlung für 28.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie findet am 12. Oktober 2026, 11:00 Uhr, im Hotel Mercure in Erfurt, Meienbergstrasse 26-27, statt.

 

 

Dr. Ute Zacharias
Verbandssprecherin
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